Die Sommerpause ist zu Ende gegangen und die neue Snooker-Saison 2018/2019 begann in Hannover bei der Deutschen Meisterschaft 6reds. Bei der 6reds Variante wird lediglich mit 6 roten Kugeln anstatt wie normalerweise mit 15 roten Kugeln gespielt.

Unter den qualifizierten Sportler standen auch zwei Gelsenkirchener vom Bundesliga Verein BC Schwarz-Blau Horst-Emscher. Mit Daniel Sciborski und Jean-Luca Nüßgen standen zwei Mitfavoriten am Tisch.

In der Gruppenphase konnte sich Daniel Sciborski mit 3:1 gegen Christopher Buße (Magdeburg) und 3:0 gegen Rene Lucia (Schipkau) durchsetzen. Im entscheidenden Gruppenspiel gegen Dennis Rothaug (Villingen-Schwenningen) lag er bereits mit 0:2 zurück bevor er die Partie noch zu einem 3:2 Sieg drehen konnte und sich somit als Gruppenerster für die KO-Runde qualifizieren konnte. Für Jean-Luca Nüßgen lief es ähnlich, mit einem 3:2 Sieg gegen Mario Sonnenburg (Hannover) und einem 3:0 Erfolg über Markus Fischer (Essen) ging es für ihn ins entscheidende Gruppenspiel gegen Daniel Schneider (Dresden). Im letzten Jahr schnappte Schneider dem Dorstener mit einem knappen 4:3 im Viertelfinale die Medaille vor der Nase weg. Auch in diesem Jahr gab es ein sehr spannendes Match, schließlich war es aber wieder der Dresdener der einen Fehler nutzen konnte und Nüßgen musste sich nach erneut knapper Niederlage mit Platz 2 in der Gruppe begnügen.

Am nächsten Tag startete die Auslosung für die KO-Runde, mit etwas Los Pech traf Nüßgen hier schon auf seinen Teamkollegen von Schwarz-Blau Horst-Emscher, Daniel Sciborski. Die beiden Kumpels lieferten sich ein spannendes Duell und brachten sich gegenseitig immer wieder in Schwierigkeiten. Letztendlich war es Jean-Luca der die entscheidende Chance im Decider zu einem Break und zum 3:2 Sieg nutzen konnte. Durch diesen Sieg stieg das Selbstvertrauen natürlich deutlich an, im Viertelfinale gegen Lars Rother aus Koblenz ließ Nüßgen nie Zweifel aufkommen und spielte ein souveränes Match zum 4:1 Sieg. Eine Medaille bei der Deutschen Meisterschaft war Nüßgen also schon mal sicher. Im Halbfinale gegen David Lis aus Hannover spielte er zu Beginn genauso sicher weiter und ging schnell mit 2:0 in Führung. Danach riss aber etwas die Konzentration und er konnte seine Chancen nicht mehr gut nutzen. Als Resultat gab es ein 2:3 bevor sich Nüßgen aber noch einmal zusammenreißen konnte und sich in letzter Minute doch noch den 4:3 Sieg schnappen konnte und ins Finale einzog. Hier wartete wieder sein Gruppengegner Daniel Schneider mit dem er mittlerweile zwei Rechnungen offen hatte. Nüßgen zeigte sich von Beginn an fest entschlossen und nutzte jede Chance Konsequent aus. Der Dorstener ging schnell mit 3:0 in Führung und Schneider wurde immer unsicherer. Zwar hatte dieser den vierten Frame gewinnen können aber Nüßgen war nicht mehr aufzuhalten, mit einem sensationellen 5:0 Sieg im Finale krönte sich Jean-Luca Nügen zum Deutschen Meister 2018 im 6reds. Es ist der größte Erfolg für Nüßgen und sein erster Deutscher Meister Titel im Einzel.

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